Amico Sincero Cane Corso

DIE GESCHICHTE DES CANE CORSO

Die Geschichte des Cane Corso ist eng verbunden mit dem italischen Volk, mit dessen Glanzzeiten wie auch der Armut. Im römischen Reich wurde grosser Wert auf die kriegerischen Eigenschaften gelegt. Diese römischen Molosser mussten ihre Fähigkeiten in der Arena (gegen Wildtiere und Gladiatoren) sowie als Kriegshelfer beweisen. Ebenso mussten sie öffentliche Gebäude sowie Häuser und Villen der Patrizier bewachen und waren Helfer bei der Grosswildjagd.

Im Mittelalter bis hin zur modernen Zeit wurde der Cane Corso als Jagdhund gegen Grosswild wie Wildschweine und Dachse eingesetzt. Er bewachte die Höfe, half den Viehbauern die Herden vom Weideplatz zum Hof und umgekehrt zu treiben, sowie zum Schlachthof, da die Höfe meist weit abgelegen waren. Zu seinen Aufgaben an der Herde gehörte auch deren Schutz gegen Wölfe, Bären und Viehräuber.
Er begleitete die Händler, welche mit der Handelsware an die Märkte - und danach mit voller Geldbörse zurück nach Hause - fuhren und beschützte sie vor Strassenräubern. Ebenso wurde er als Beschützer der Zöllner eingesetzt.

Am meisten verbreitet war der Cane Corso im damaligen "Reich der Zwei Sizilien", das sich über folgende Gebiete ausbreitete:

  • Abruzzen

  • In den Fürstentümer Benevento, Bari und Tarent

  • In den Hafengebieten Foggia, Lucera und Manfredonia

  • In der Basilicata

  • Im Herzogtum von Kalabrien

  • Sizilien

In diesen Gebieten wurde der Erhalt des Cane Corso dank seiner Nützlichkeit gesichert.


Abschnitte der modernen Geschichte der Rasse:

  • 1973
    Prof. F. Ballotta erzählt Dr. A. Morsiani vom Cane Corso, den er 1972 (G. Bonatti in den 50er Jahren) in Apulien beobachtet hat.

  • 1974
    An der Hundeausstellung in Foggia wurden, ausser Konkurrenz, 5 Exemplare vorgestellt.

  • 1978
    Dr. Paolo Berber gibt in einem Artikel, der in der monatlichen Ausgabe der ENCI-Zeitschrift erschien, bekannt, den Anfang zur Wiedererlangung der Rasse mit einem Zuchtmaterial von 19 Exemplaren gestartet zu haben.

  • 1979/80
    Stefano Gandolfi, Giancarlo und Luciano Malavasi erfahren von der Existenz des Cane Corso und, nach einer Reise nach Apulien, sind sie sich der Notwendigkeit bewusst, dass mit gezielt durchdachten Verpaarungen eingegriffen werden muss um ein wirkungsvolles Wiedererlangungs-Programm starten zu können.

  • Ende 1979 und Januar 1980
    wurden 3 Hunde nach Mantova umgesiedelt: Tipsi, Brina und Dauno, die im Zeitraum von einem Jahr 18 Welpen das Leben schenkten. Unter diesen befanden sich Basir, Bulan, Babak und Aliot, die zu echten Pfeilern des Wiedererlangungs-Programms der Rasse wurden.

  • 1983
    Bei einem Treffen in Mantova entschieden die Anwesenden, sich zu einem Verband zu vereinigen und gründeten so die "Società Amatori Cane Corso Italiano" (S.A.C.C.).

  • 1987
    Der Richterausschuss der S.A.C.C. bewilligt den Rasse-Standard, verfasst von Dr. Morsiani.

  • 1990
    Die Rasse wird im Rahmen der europäischen Ausstellung von Verona dem Standardausschuss der FCI vorgestellt. Ihm wird eine zusammenfassende, von Dr. Morsiani in 4 Sprachen verfasste Dokumentation übergeben.

  • 1995
    Der Vorstand der ENCI anerkennt die S.A.C.C. als gemeinschaftliche Gesellschaft.

  • 1996
    Im Mai 1996 wird die S.A.C.C. offiziell von der ENCI als Rasseclub zu deren Schutz anerkannt.

  • 12.11.1996
    wird der Cane Corso von der FCI an der Versammlung in Kopenhagen als 14. italienische Rasse anerkannt.

  • 2000
    An der Hunde Weltausstellung in Mailand nahmen über 200 Cane Corso's teil.

  • 2007
    Seit dem 24.Mai 2007 ist der Cane Corso definitiv von der FCI anerkannt und hat Anrecht auf den internationalen Schönheitstitel (CACIB).

 

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